Nach acht Monaten

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Acht Monate intensiver Gebrauch – und so sieht es aus, das strapazierfähigste Lederband!

Am 4. November zeigten wir im Blog mein persönliches Störlederband und beschrieben, was ich täglich damit mache. Damals war das Band seit eben mal fünf Wochen in Gebrauch und wir fragten uns, was das Band alles so mitmachen würde.

Unsere Verwunderung und unsere Freude sind nach all der Zeit noch grösser geworden.

Mein Störlederband macht lange Fahrten auf dem Rennrad mit, es rennt mit mir bei 25 Grad von Alpnachstad auf den Pilatus und zurück. Anschliessend geht es an meinem Handgelenk im Vierwaldstättersee schwimmen.

(Natürlich gibt es für all diese Aktivitäten auch funktionelle Uhren, beispielweise von Garmin; an meinem Handgelenk ist jedoch immer eine ochs und junior!)

Oder es taucht bei uns an der Zürichstrasse 49 in eine mit Wasser gefüllte Vase um seine Wasserfestigkeit unter Beweis zu stellen und Staunen auszulösen…

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Ich hatte schon Kunden, die genau dieses eine Band haben wollten. Genau dieses haben sie natürlich nicht bekommen.

So störrisch das Störlederband zu Beginn auch ist und so lange seine Eintragezeit gegenüber einem Ecopell-Lederband auch dauert, so gut liegt es danach am Handgelenk.

Oder wie Ludwig Oechslin von seiner Trageerfahrung berichtet: Das Band schmiegt sich richtiggehend ans Handgelenk, es passt sich derart perfekt an jede Rundung an.

Die Lederbänder von ochs und junior werden auf der Innenseite mit einem Brandzeichen versehen. So führen wir mit einem Augenzwinkern das Wort Marke, oder eben „Brand“, auf seinen Ursprung zurück: das Brandmarken der Kuh – oder des Ochsen.

So wollten wir das eigentlich auch mit dem Störlederband handhaben. Der Brandstempel liess das Leder aber durchschmelzen, fast wie bei einem Kautschukband.

Wissenschaftlich können wir dieses Verhalten nicht erklären, das demjenigen von Kautschuk ähnelt. Dass die Wasserfestigkeit etwas damit zu tun haben könnte, nehmen wir jedoch an.

Nach acht Monaten des Tragens ist das Band bei den Bandanstössen ein wenig schmaler geworden und eine Naht löst sich leicht. Beides können wir restaurieren. Ich werde dieses Band erst ablegen, wenn es wirklich auseinandergefallen ist.

Wenn es soweit ist, berichten wir dann wieder – versprochen!

Beat Weinmann